07. September 2016

INQA-Audit erfolgreich: Bundesarbeitsministerin Nahles zeichnet HARTING aus

Patrick Lahme (links) und Christoph Wagener (rechts, HARTING Personalabteilung) nahmen die Auszeichnung in Berlin von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (Mitte) entgegen.

Die HARTING Technologiegruppe hat das INQA-Audit erfolgreich bestanden. Die Tochtergesellschaft HARTING Electric, die hierbei als Pilotunternehmen fungierte, bekam nun die entsprechende Urkunde überreicht. Die Auszeichnung nahmen in Berlin die beiden Projektverantwortlichen Christoph Wagener und Patrick Lahme (beide HARTING Personalleitung) offiziell aus den Händen von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles entgegen.

HARTING Electric hatte in den vergangenen 24 Monaten in verschiedenen Projektgruppen bestimmte interne Prozesse geändert oder neu implementiert. „Damit haben wir HARTING fitter für die Zukunft gemacht“, erläutert Christoph Wagener, Projektleiter des INQA-Audits bei HARTING.

„Es ist gut, wenn sich Unternehmen gemeinsam mit ihren Beschäftigten aufmachen und ihre Unternehmenskultur zukunftsfähig aufstellen. Das INQA-Audit ‚Zukunftsfähige Unternehmenskultur‘ steht für diesen gemeinsamen Spirit. Schließlich können Unternehmen nur zusammen mit den Beschäftigten den Wandel der Wirtschafts- und Arbeitswelt erfolgreich meistern. Denn wer im Wettbewerb bestehen will, braucht motivierte Fachkräfte – und die bekommt man nur mit einer modernen, zeitgemäßen Unternehmenskultur“, erklärte Bundesarbeitsministerin Nahles in Berlin.

Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit

Das INQA-Audit ‚Zukunftsfähige Unternehmenskultur‘ ist ein Angebot der Initiative ‚Neue Qualität der Arbeit‘ und wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Als einziges Audit wird es von Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Kammern, Bund, Ländern und der Bundesagentur für Arbeit getragen. Es zeichnet Unternehmen und Verwaltungen aus, die sich nachweislich für eine mitarbeiterorientierte Arbeitskultur einsetzen, und befähigt Unternehmen dazu, Handlungsbedarfe im eigenen Unternehmen zu erkennen und Probleme in Zusammenarbeit mit Beschäftigten, Betriebsräten und Führungsebene zu lösen. Um den Rahmen für ganzheitliche Entwicklungsprozesse zu schaffen, konzentriert sich das INQA-Audit auf die vier wesentlichen Handlungsbereiche für moderne Unternehmen: Personalführung, Chancengleichheit und Diversity, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz.

Das INQA-Audit wurde in enger Zusammenarbeit von der Bertelsmann Stiftung, dem Institut „Great Place to Work“ und dem Unternehmensnetzwerk ddn (Das Demographie Netzwerk) entwickelt. Entscheidende Frage der Initiative ist: Wie kann Arbeit für Unternehmen rentabel und für Beschäftigte gesund, motivierend und attraktiv gestaltet werden?

Maßnahmenpaket bei HARTING umgesetzt

HARTING hat nun in den vergangenen Monaten ein Maßnahmenpaket aus den genannten Handlungsbereichen realisiert, das die Position der Technologiegruppe langfristig am Markt festigen soll. „Diese verschiedenen Maßnahmen haben wir zunächst mit der internen Projektgruppe, die sich aus Mitarbeitenden aller Hierarchie-Ebenen zusammensetzt, identifiziert. Nach erfolgreicher Implementierung  bei HARTING Electric setzen wir sie nach und nach in der gesamten Technologiegruppe um“, sagt Wagener. „Wir wollen auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeitende hier in der Region gewinnen. Daher ist dieses Projekt so wichtig für HARTING“, wie Patrick Lahme, Referent HR-Projekte, betont.

Die Tochtergesellschaft HARTING Electric gehörte zu den ersten von 100 Pilotunternehmen, die sich an diesem Projekt beteiligten. Zunächst wurde bei HARTING Electric eine Befragung der Geschäftsführung und der Mitarbeitenden durchgeführt. Auf dieser Basis hat das Projektteam dann den Entwicklungsplan mit 18 einzelnen Maßnahmen umgesetzt.
So wurde zum Beispiel der Einzelakkord in mehreren Bereichen durch die Einführung von sogenannten „One-Piece-Flow“-Linien durch Gruppenziele ersetzt. Des Weiteren führte HARTING einen Prozess ein, um Wissensdefizite während Abwesenheiten (wie zum Beispiel Elternzeit) zu vermeiden und damit die Bindung der Mitarbeitenden zum Unternehmen zu stärken. Zudem sind in Kooperation mit den Lübbecker Werkstätten integrative Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen worden.
  
Ein Vorteil dieses INQA-Audits für die HARTING Tochtergesellschaft: Das Unternehmen kann sich mit anderen teilnehmenden Firmen austauschen und erhält durch den Input vom externen Prozessbegleiter neue Sichtweisen. Begleitet wurde das Projekt von Torsten Wächter, Inhaber des Beratungsunternehmens „custos consulting“ aus Osnabrück.