Die Geschichte der Han®-Steckverbinder
Die grundlegende Idee, Teile mechanischer und elektrischer Geräte so zu konstruieren, dass sie anschlussfähig sind, stammt in erster Linie aus dem militärischen Umfeld. Hauptziel solcher Konzepte war ein schneller und sicherer Austausch defekter oder beschädigter Teile und der rasche Zusammenbau kompletter Ausrüstungen.
So entwickelten US-amerikanische und deutsche Firmen in den 1940er Jahren unabhängig voneinander verschiedene Steckverbinder, die zum Teil bis heute in jeglicher Art von modernen Maschinen und Geräten fast unverändert zum Einsatz kommen. Das gilt beispielsweise für die D-Sub Miniatursteckverbinder (D-Form) für Anwendungen in Kommunikationsausrüstung oder Steckverbinder mit Metallhülle für den Einsatz in Instrumententafeln von Militärflugzeugen oder in elektrischen Raketensteuerungen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Wilhelm Harting sein eigenes Unternehmen in Minden. Gemeinsam mit einigen Weggefährten war er permanent auf der Suche nach neuen Produkten, die in seinem Werk entwickelt und gefertigt werden sollten. Hintergrund war der Wunsch, vom Aufwärtstrend der deutschen Industrie nach dem Zweiten Weltkrieg zu profitieren und seinen Mitarbeitern eine längerfristige Beschäftigungsperspektive zu bieten.
In den 1950er Jahren erinnerte sich Wilhelm Harting an die Steckverbinder aus der Militärtechnik und fing an, seine Ideen mit einigen firmeneigenen Ingenieuren, mit Fachleuten aus der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie sowie mit Fertigungsingenieuren der Automobilhersteller Daimler Benz und Volkswagen zu besprechen.
Nach gründlicher technischer Evaluation kam man überein, mehrere Pilotprojekte für die Werkzeugmaschinenindustrie und Automobilwerke zu initiieren. Bereits vor diesem Stadium waren einige Änderungen an der technischen Ausführung der Steckverbinder vorgenommen worden. Dahinter stand das Ziel, ein Produktsortiment anbieten zu können, das sich für aktuelle Anwendungen eignet, den Steckverbinder robust und leicht handhabbar zu gestalten, die Zahl der Anschlussstifte zu erhöhen, die bestehende Kontakttechnik auf Steckkontakt und Buchse umzustellen, die Anschlusstechniken auf Schraub- und Crimptechniken zu erweitern und die Steckverbinder für Spannungslasten von 220/380 V AC entsprechend den deutschen VDE-Vorschriften auszulegen.
Die Pilotprojekte verliefen erfolgreich. Qualität und Zuverlässigkeit der Verbindungslösungen entsprachen ganz offensichtlich den Erwartungen der Nutzer.
So begann der Erfolgszug der HARTING Han®-Steckverbinder durch die ganze Welt. Das Produktsortiment wurde seitdem laufend verbessert und erweitert. Die Spannungslasten und die Anzahl der Anschlussstifte wurden entsprechend den gewünschten Anwendungen vergrößert. Die Ausführung der Steckverbinder wurde so weiter entwickelt, dass ihr Einsatz auch unter härtesten Bedingungen möglich ist. Und eine moderne Massenfertigung schaffte die Voraussetzungen für HARTING, die anspruchsvollen Marktanforderungen zu erfüllen.
Heute wird das HARTING Han®-Steckverbinderkonzept weltweit in den verschiedensten Industriezweigen und in einer Vielzahl von technischen Ausführungen eingesetzt. Dies ist vor allem folgenden Aspekten zu verdanken:
- der hervorragenden Ausführung der Steckverbinder und ihrer Robustheit in der Handhabung
- ihrer Vielzahl an Funktionsmerkmalen
- ihrer extrem hohen Qualität
- ihrer weltweiten Verfügbarkeit




