Die Jahre 2000 - 2011

Neue Innovationen

Das neue Jahrtausend steht im Zeichen der Ausrichtung als Technologiegruppe.

HARTING gibt sich eine Organisationsstruktur, die schnell und flexibel Lösungen entwickelt.

Sieben Global Business Units und Landesgesellschaften in 32 Ländern sorgen seit 2001 weltweit dafür. Die drei Bereiche Installation Technology, Device Connectivity und Automation IT vereinen als Dreiklang das Produktportfolio des größten Geschäftsbereich Connectivity & Networks.

Herausragende Beispiele für Produkte zur Erhöhung des Kundennutzens sind die industrietauglichen Lösungen im Ethernet-Bereich, die sowohl Steckverbinder z. B. auf RJ 45-Basis als auch komplette Verkabelungssysteme und aktive Geräte wie Switches umfassen.

Auch intelligente Steckverbinder und Systeme zur flexiblen Energieanbindung in der Fertigung werden ins Programm aufgenommen sowie elektro-optische Steckverbinder zur Übertragung höchster Datenraten.

Der Ausbau von Kompetenzen führt zum Engagement in der Mikrotechnologie bis hin zum Micro-Packaging, d. h. der Ankontaktierung z. B. von Mikrochips.

Außerdem werden im Frühjahr 2001 das vom Schweizer Star-Architekten Mario Botta entworfene Gebäude der deutschen Vertriebsgesellschaft in Minden und Anfang 2002 das modernste Automatenwerk Europas in Espelkamp-Isenstedt bezogen.

In diesem Jahr wird auch Rumänien neuer Produktionsstandort. Die Jahre 2003/04 bringen für Dietmar Harting neue Herausforderungen: Er wird zum Präsidenten des DIN gewählt und zum Ehrenpräsident des ZVEI auf Lebenszeit ernannt. Er nimmt am Innovationsgipfel teil, der zu der Initiative „Partner für Innovation“ führt. Diese steuert wesentliche Impulse für das Wirtschaftswachstum in Deutschland bei. Im Oktober 2004 wird der Schweizer Standort Biel durch HARTING Mitronics wesentlich erweitert.

Seit 2005 ist HARTING auch in Indien aktiv. Die dritte Generation nimmt mit Philip F. W. Harting als Managing Director Asia Pacific ihre Tätigkeit auf.

Im Werk 4 B werden ein neues Rechenzentrum und Schulungsräume eingerichtet.

Für den passiven UHF RFID Transponder HARfid LT 86 (HT) erhält HARTING auf der Eröffnungsfeier zur Hannover Messe 2006 den Hermes Award – Internationaler Technologiepreis der Hannover Messe. Der Transponder hat eine Lesereichweite bis zu fünf Metern, funktioniert auch auf metallischen oder flüssigen Objekten und kommt bei RFID-Anwendungen in der Transport- und Produktionslogistik zum Einsatz.

Der VDE würdigt das Engagement von Dietmar Harting im selben Jahr mit der Ehrenmitgliedschaft.

2006 beginnen bei HARTING in Espelkamp drei Studenten ihr „Duales Studium im Mühlenkreis“ auf. Sie absolvieren neben dem praxisorientierten Ingenieursstudium gleichzeitig eine Berufsausbildung zum Mechatroniker.

Das Jahr 2007 ist geprägt von der weiteren Internationalisierung von HARTING sowie wichtigen personellen und strategischen Weichenstellungen.

Im Mai wird im rumänischen Sibiu (früher Hermannstadt) der erste Bauabschnitt des neuen  Fertigungswerkes vollendet. Seit 2002 werden in Rumänien Industrie-Steckverbinder und  Kabelkonfektionen für den Medizin-, Telekom- und Industriebereich hergestellt. Dazu kommen  Verbindungstechnik und Magnetsysteme für die Fahrzeugindustrie.

Gut fünf Monate später wird in Anwesenheit zahlreicher in- und ausländischer Gäste im chinesischen Zhuhai, unweit von Hongkong, eine eigene Produktionsstätte eingeweiht. Das neue Werk – die Investition betrug rund 12 Millionen Euro – soll vor allem zeitnah den stark wachsenden asiatischen Markt bedienen. Seit einem Jahrzehnt ist HARTING in Zhuhai aktiv. Beschäftigt werden in der Millionenstadt rund 250 Mitarbeiter, hergestellt wird eine breite Produktpalette.

Ein wichtiger Schritt für die Zukunft erfolgt im Juni mit dem Startschuss für das moderne Neue  Ausbildungszentrum (NAZHA) der HARTING Technologiegruppe. Künftig sollen alle gewerblichen, technischen und kaufmännischen Auszubildenden des Unternehmens sowie die Teilnehmer des Dualen Studiums dort unter einem Dach lernen und arbeiten. Damit wird HARTING auch seinem Ruf als exzellenter Ausbilder gerecht.

Im November unterzeichnet HARTING eine Partnerschaftsvereinbarung mit Nexans Active Networking (ANS/Paris), dem Weltmarktführer in der Kabelindustrie.

Damit antworten beide Unternehmen auf den wachsenden Bedarf von intelligenten Lösungen für die Industrieautomatisierung.

Mit Diplom-Kauffrau Maresa W.M. Harting tritt im April die Tochter von Dietmar und Margrit Harting nach Studium in Bayreuth, Paris, Oxford und Berlin sowie Tätigkeit in einer international ausgerichteten Wirtschaftsprüfung- und Steuerberatungsgesellschaft als Vorstand Finanzen und Einkauf in das elterliche Familienunternehmen ein.

Ende 2007 wird Dietmar Harting, persönlicher haftender Gesellschafter der KGaA, zum neuen Präsidenten des Europäischen Komitees für elektrotechnische Normung (CENELEC) gewählt. Kurz zuvor hatte das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) Harting für weitere zwei Jahre als DIN-Präsident bestätigt.

Am 1. März 2008 beginnt Philip F.W. Harting als Vorstand Connectivity und Networks bei der HARTING KGaA. Damit ist nun die dritte Generation der Familie vollständig in der Konzernleitung eingetreten. Nach praktischer Ausbildung und Studium war der Sohn des Unternehmerehepaares seit September 2005 als Managing Director für die Entwicklung der Technologiegruppe in Asien zuständig.

Der Förderung von Forschung und Lehre dient ein Kooperationsvertrag, der zwischen HARTING und der Fachhochschule Osnabrück abgeschlossen wird. Damit soll nicht zuletzt dem steigenden Bedarf an Fachkräften der Technologiegruppe begegnet werden. „Die Studierenden von heute sind die potenziellen Arbeitnehmer von morgen“, sagt Dr. Michael Pütz, Vorstand Personal. HARTING präsentiert sich den FH-Studenten als führendes Technologieunternehmen und erweitert sein Angebot an Betriebspraktika und Diplomarbeiten.

Der ständigen Qualifizierung der Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildung und der langfristigen Personalentwicklung dient auch das Neue Ausbildungszentrum HARTING (NAZHA), das im Juni in Anwesenheit des nordrhein-westfälischen Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl Josef Laumann, eingeweiht wird. In dem rund zwei Millionen Euro teuren NAZHA - Laumann: „Einzigartige Bereicherung für die Ausbildungslandschaft in der Region“ – werden alle Auszubildenden des Unternehmens geschult sowie die Studierenden, die den praktischen Teil des Dualen Studiums bei HARTING absolvieren. „Mit dem NAZHA haben wir die Integration aller Ausbildungsbereiche erreicht“, freut sich Margrit Harting, Geschäftsführende Gesellschafterin.

Im April unterzeichnen HARTING und die LEONI Kerpen GmbH eine Kooperationsvereinbarung über ein branchenunabhängiges und applikationsneutrales Verkabelungssystem für den industriellen Einsatz.

Dass HARTING seit 1947 als Aussteller ununterbrochen auf der Hannover Messe präsent ist und maßgeblich zur positiven Entwicklung der weltweit größten Industrieschau beigetragen hat, beschert Dietmar Harting im Juni eine besondere Auszeichnung: Die Deutsche Messe AG ehrt den persönlich haftenden Gesellschafter des High-Tech-Mittelständlers mit der Messe-Ehrenmedaille in Gold.

Und Margrit Harting wird unterdessen von der Mitgliederversammlung als Vorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe (Detmold) wiedergewählt.

2009 feiert Dietmar Harting seinen 70. Geburtstag. Ihn und seine Frau Margrit erwarten in diesem Jahr gleich zwei besondere Auszeichnungen: Sie bekommen das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für ihr besonderes gesellschaftliches und soziales Engagement, und die Stadt Espelkamp verleiht ihnen für ihren Einsatz in der Region die Ehrenbürgerwürde.

Die deutsche Vertriebsgesellschaft des Unternehmens kann sich ebenfalls über eine besondere Anerkennung freuen: Beim Ludwig-Erhard-Preis, der nachhaltige Spitzenleistungen, Wettbewerbsfähigkeit und Kundenorientierung würdigt, gehört HARTING Deutschland zu den zwei besten Unternehmen seiner Kategorie und erhält eine Auszeichnung.

Auch bei den Produkten gibt es Preisträger: Die Weltneuheit „Fast Track Switching“ wird für den Hermes Award der Hannover Messe nominiert und außerdem von dem französischen Magazin „mesures“ als herausragende Innovation ausgezeichnet. Die Fast Track Switches garantieren erstmals voll kompatibel zu Standard Ethernet den deterministischen Datentransport in der Feldebene.

Weitere Highlights im Produktbereich sind im Jahr 2009 die neuen Lösungen für höchste Datenraten bis 10 Gigabit Ethernet. Mit dem har-speed M12 bringt HARTING eine völlig neuartige Produktfamilie 8-poliger M12 Steckverbinder auf den Markt. Der RJ Industrial 10G ermöglicht kürzeste Konfektionierungszeiten vor Ort. Ha-VIS preLink, der Link vor dem Link, ist ein neues Anschlusskonzept für High-speed Datenkabel, wie sie in Industrie- und Gebäudeverkabelungen eingesetzt werden.

2010 treibt HARTING seine Internationalisierung weiter voran. Es werden Tochtergesellschaften in Dänemark, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten gegründet. Außerdem wird das neue Werk Rahden als nunmehr siebtes Werk am Standort Ostwestfalen-Lippe eingeweiht.

Das Unternehmen erhält den Wirtschaftspreis „Professionelle“ für sein Engagement in der Frauenförderung. Außerdem wird HARTING zum Kategorie-Sieger „Großserienfertigung“ beim Wettbewerb „Fabrik des Jahres/GEO 2010“ gekürt. Dieser zeichnet produzierende Unternehmen aus, die den hohen Bewertungsmaßstäben in den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Agilität, Qualität, Innovation, Wertgenerierung und Kundenzufriedenheit in vorbildlicher Weise entsprechen und eine exzellente Drei-Jahres-Entwicklung vorweisen können. Für seine herausragenden Verdienste um die nationale und internationale Normung, sein erfolgreiches unternehmerisches Wirken und sein vielfältiges Engagement in Staat und Gesellschaft wird Dietmar Harting mit der Ehrendoktorwürde der Leibniz Universität Hannover ausgezeichnet.

Im Produktbereich überzeugt der neue Steckverbinder Han-Yellock®, der auf der Hannover Messe 2010 vorgestellt wird, mit einem völlig neuen Design. Dafür erhält er auch den renommierten internationalen iF product design award 2011. Im gleichen Jahr wird HARTING außerdem zu einem von Deutschlands besten Arbeitgebern gekürt. Das Institut Great Place to Work zeichnete die Technologiegruppe für ihre besondere Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber aus.

Die Geschichte der Han®-Steckverbinder | Die Jahre 1990-1999