Produkte & Lösungen

RFID

RFID (Radio Frequency Identification) Systeme von HARTING identifizieren Metallbehälter, Maschinen, Werkzeuge, Züge, Betonteile oder andere Vermögenswerte in höchst anspruchsvollen und rauen Industrieumgebungen.

Um Prozesse zu digitalisieren, bedarf es auch einer Identifikation von Bauteilen, Werkstückträgern und Werkzeugen. Auch die Optimierung von Durchlaufzeiten in der Produktion, Pünktlichkeitsanalysen im Bahnverkehr oder einfach die klassische Identifikation von Produkten wird zunehmend durch den Einsatz von RFID realisiert.

Das Zusammenspiel von RFID Chips und RFID Tags

HARTING bietet UHF-RFID Technik, die wie Sie es von unseren Steckverbindern gewohnt sind, durch Robustheit und Zuverlässigkeit überzeugt. Unser Portfolio beinhaltet spezielle Transponder (auch RFID-Tags genannt) für Anwendungen im Transportation-Bereich, sowie On-Metal Transponder für Behälter-/Werkzeug-Identifikation aber auch Smart-Labels. Auch unsere Reader (alle mit Lese- und Schreibfunktion) und Antennen sind darauf ausgelegt, nahezu jede Anforderung in der Industrie zu meistern, Nahbereiche, Gate-Applikationen sowie ein großer Temperatur-Bereich sind für uns keine Fremdworte, sondern Gegenwart.

Mit unseren Produkten können Sie eine Pulklesung ohne Sichtverbindung realisieren, unsere Reader auch auf Gabelstaplern integrieren und natürlich auch Informationen auf die Transponder schreiben. Unsere Hardware arbeitet durchgehend nach den neuesten RFID-Standards, ebenso sind Modelle mit WLAN, Bluetooth Low Energy und GSM verfügbar, sodass Ihre Investition zukunftssicher ist.

RFID Middleware Ha-VIS

Nicht nur unsere Hardware überzeugt, unsere Ha-VIS Middleware unterstützt Sie nicht nur in der Anbindung der Reader an Ihre Infrastruktur. So können Sie mit dieser mehrere Reader verwalten, den Datenstring manipulieren, die Anbindung an ein übergeordnetes System (bspw. ERP-System, Datenbank, etc.) realisieren, I/Os ansteuern und vieles, vieles mehr. Diese Software läuft entweder direkt auf unseren Readern (RF-R350), losgelöst auf unserer MICA® als Container oder als Virtuelle Maschine auf Ihrer Server-Infrastruktur. Sollten Sie sich die Integration nicht zutrauen, bringen wir gerne einen unserer kompetenten Partner (aus unserem MICA®-Network) ins Spiel, der Sie dann zielgerichtet berät und unsere Hardware in Ihrem Umfeld nach Ihren Wünschen integriert.

Ihre Anforderungen sind oftmals auch unsere Anforderungen in der Produktion oder Logistik, transparente Prozesse, Verifizierung von Betriebsdaten, Senkung der Kosten, Erhöhung der Betriebssicherheit realisieren wir in unserer Wertschöpfungskette ebenfalls mit der Unterstützung unserer RFID-Hardware.

RFID FAQ

Was bedeutet RFID?

RFID steht für Radio Frequency Identification. Es handelt sich dabei um ein Verfahren, welches durch Funkwellen Daten eines elektromagnetisch gekoppelten Datenträgers (Transponder) lesen bzw. schreiben kann.

Wie funktioniert RFID?

Für das UHF Frequenzband kann man das vereinfacht wie folgt beschreiben: Ein Reader gibt über eine Antenne ein Signal und Energie an seine Umgebung ab. Kann durch die Energie ein Transponder aktiviert werden, kann ein Datenaustausch stattfinden. Der Transponder sendet dazu Antwortsignale auf die Kommandos des Readers. Der Vorteil von RFID ist, dass keine Sichtverbindung zwischen Reader und Transponder notwendig ist, wie z.B. bei optischen Verfahren wie Barcodes oder QR-Codes. Darüber hinaus kann der Dateninhalt des Transponders nicht nur gelesen, sondern gegebenenfalls auch geändert werden.

Wo wird RFID eingesetzt?

Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig, überall dort, wo eine Identifikation von Objekten oder Lebewesen Sinn macht oder von Interesse ist. Insbesondere aber wenn eine Sichtverbindung zwischen den Objekten nicht möglich ist oder die Daten verändert werden sollen, ist RFID die erste Wahl.

Zum Beispiel: Zutrittskontrolle, Werkzeug-ID, Paletten-Tracking, Diebstahlschutz, Tier-Identifikation, Produkt-Identifikation

Was ist ein RFID Reader?

Ein RFID Reader ist eine Hardware zum Erfassen und im Regelfall auch zum Beschreiben von Transponder.

Was ist ein RFID Transponder?

Ein Transponder ist ein kleiner Datenträger. Er wird i.d.R. an dem zu identifizierendem Objekt angebracht und beinhaltet einen kleinen Schaltkreis mit Speicherbereich und einer Antenne um ausgelesen/beschrieben werden zu können. Passive Transponder benötigen keine Batterie. Sie funktionieren über Energy Harvesting, d.h. sie beziehen die benötigte Energie allein aus der über die Funkwellen bereitgestellte. Dadurch sind sie über lange Zeiträume autark und wartungsfrei verwendbar.

Funktioniert RFID auch auf Metall?

Besondere Bedingungen erfordern besondere Lösungen. Spezielle Transponder (on-Metal-Transponder) sind auf das Zusammenspiel mit Metall abgestimmt oder schaffen physikalisch Abstand zum Metall.

Was ist der Unterschied zwischen RFID und UHF RFID?

Es gibt keinen Unterschied, UHF ist lediglich ein Frequenzband für RFID. Darüber hinaus gibt es noch weitere populäre RFID-Frequenzbänder, wie LF (low freuqueny) oder HF (high frequency). UHF steht für Ultra High Frequency und arbeitet im Frequenzbereich von ca. 850 – 950 MHz und darüber hinaus.

Was sind die Vorteile gegenüber anderen ID-Verfahren, wie bspw. Barcode?

RFID braucht nicht zwingend eine direkte Sichtverbindung (line of sight) zu dem zu identifizierendem Objekt. Solange der Transponder sich in der Reichweite befindet kann dieser auch ausgelesen / beschrieben werden. Ein Barcode hingegen muss immer direkt von dem Barcode-Reader „gesehen“ werden.

Im Normalfall kann ein RFID-TAG nahezu beliebig oft neu beschrieben werden, bei einem gedruckten Barcode ist eine Änderung leider nicht möglich. Ein weiterer großer Vorteil von RFID (gerade von UHF) ist die Pulk-Lesung, so ist es möglich innerhalb kürzester Zeit etliche Transponder (bis zu ein paar Hundert, je nach Reader) zu erfassen, so kann man bspw. bei einer Stapler - Durchfahrt durch ein Gate die sich auf einer Palette befindlichen Objekte im Vorbeifahren erfassen. Mit Barcodesystemen wäre das nur für eine geringe Anzahl von Objekten mit aufwendigen Vision-Systemen und stets nur mit Sichtverbindung zu realisieren.