Prüfroboter für Wagenübergangssysteme: Weichen für die Zukunft gestellt

Mit der Inbetriebnahme eines neuen Prüfroboters für Wagenübergangssysteme stellt die HARTING Technologiegruppe die Weichen für die Zukunft. „Mit den zusätzlichen Testmöglichkeiten erweitern wir die Prüfkompetenz in diesem Bereich. Das ist für die HARTING Technologiegruppe ein weiterer großer Schritt, um unseren Kunden aus dem Bahnbereich ein komplettes Lösungspaket anzubieten“, freute sich Christian Schumacher, Geschäftsführer von HARTING Customised Solutions (HCS), bei der offiziellen Inbetriebnahme des Roboters.

Rund 80 Gäste konnte Schumacher gemeinsam mit Matthias Wiehe, Head of Global Project Engineering, in Espelkamp begrüßen. Damit ist das HARTING Qualitäts- und Technologiecenter (HQT) zukünftig in der Lage, Wagenübergangskabel unter realistischen Bedingungen zu prüfen. Entsprechend des Streckenprofiles kann der gesamte Lebenszyklus simuliert und somit die Belastung des so genannten „Jumperkabels“ nachgestellt und dokumentiert werden.

Christian Schumacher (rechts), Geschäftsführer von HARTING Customised Solutions (HCS), und Matthias Wiehe, Head of Global Project Engineering, bei der offiziellen Inbetriebnahme des Roboters.

Die Investition in diese zusätzliche Prüfmöglichkeit vervollständigt das Leistungspaket, das HARTING bislang anbieten konnte. Die qualifizierte Beratung, die konzeptionelle Gestaltung und Auswahl der richtigen Komponenten gemäß der neuesten Eisenbahnstandards sowie die Fertigung kompletter Wagenübergangssysteme gehören seit vielen Jahren zur Kernkompetenz der Tochtergesellschaft HARTING Customised Solutions (HCS). „Durch diese Investition machen wir uns fit für die Zukunft. Mit unserer langjährigen Erfahrung und den herausragenden Prüfmöglichkeiten können wir unsere Kunden beim Engineering noch effektiver unterstützen. Sie sparen dadurch Zeit und Kosten. Wir können von der Konzeption bis zur finalen Freigabe und Produktion der Wagenübergangssysteme den kompletten Support liefern“, führt Matthias Wiehe weiter aus.

Bei Führungen durch die HARTING Werke in Espelkamp und bei einer Hausmesse konnten die Teilnehmer und Fachjournalisten die Fertigungsmöglichkeiten sowie das Qualitäts- und Technologiecenter (HQT) der HARTING Technologiegruppe kennenlernen.

Kompakte und sichere Verbindungen für die Bahn

HARTING hat sich seit Jahren auf den Bahnsektor spezialisiert und bietet eine breite Palette an Produkten und Lösungen. Um Energie zu sparen und vorhandenen Bauraum optimal zu nutzen, suchen die Entwickler im Schienenfahrzeugbau stets nach „kleinen“ und/ oder „leichten“ Lösungen. Selbst eher unauffällige Komponenten, wie z.B. Steckverbinder, geraten dabei ins Visier – können doch auch sie, auf lange Sicht betrachtet, einen nennenswerten Beitrag zur Senkung der Betriebskosten des Schienenfahrzeugs leisten.

HARTING legt deshalb die Steckverbinderreihe Han® 1A vor, die leistungsstarke Verbindungen für kleine bis mittlere elektrische Baugruppen in Schienenfahrzeugen sowie für zuverlässiges schnelles Ethernet ermöglicht. Die neuen Schnittstellen benötigen nur minimalen Bauraum und sind leicht zu installieren. Das Portfolio bietet eine große Bandbreite von Lösungen: von Steckverbindern mit Schutzart IP20 für den Schaltschrank über Schutzart IP65, Resistenz gegen Strahlwasser, bis hin zu Kontakteinsätzen für die störungssichere Datenübertragung (Schirmung).

Die Entwickler bei HARTING haben zudem besonders den Bedarf der Anwender nach knapper Vorratshaltung berücksichtigt. Die Zahl der mindestens einzusetzenden Bauteile wurde so niedrig wie möglich gehalten.

Die neuen Kunststoffsteckverbinder unterschreiten mit 30 % deutlich die Dimensionen des bisher kleinsten Rechteck-Steckverbinders im Industriesektor, Han® 3A. Das System gleicht einem Baukasten: Es verwendet acht unterschiedliche Kontakteinsätze (jeweils in Versionen für Stift und Buchse), die der Übertragung von Daten, Signalen oder Leistung dienen. Hinzu kommen Kunststoffgehäuse, Verriegelungen, Montagerahmen, Kabeladapter und Zugentlastungen, die mit verschiedenfarbigen Elementen bestückt sind, für die verwechslungssichere Kodierung.

Einhaltung relevanter Bahnnormen

Die Bahnnormen verlangen von Steckverbindern eine störungsfreie Übertragung auch in Umgebungen mit starker Beanspruchung. Das bedeutet für den Steckverbinder-Einsatz, dass die Übertragung von Daten und Signalen wirksam vor elektrischen und magnetischen Interferenzen geschützt werden muss. Der Han® 1A eignet sich besonders gut für solche Anwendungen, denn er bietet unter anderem Einsätze, die neben Han® D-Kontakten und PE einen Doppelsteckplatz für ein Schirmungsblech bereithalten. Maximal lassen sich damit Signale und Leistungen bis 10 A/400 V geschützt übertragen.

Han® 1A: Features für den Bahnbereich

Der Han® 1A eignet sich zum Beispiel zur Versorgung von Türantrieben und Einstiegssystemen. Für eine störungsfreie Datenübertragung im Schienenfahrzeug stehen auch Adapter und Kontakteinsätze für M12, D-kodiert, und M12, X-kodiert, bereit. M12, D-kodiert, ermöglicht die geschirmte Datenübertragung nach Cat. 5, M12, X-kodiert, die Übertragung nach Cat. 6A.

Durch seine Modularität und die vielen unterschiedlichen Einsätze eignet sich der
Han® 1A überall dort, wo kleine Antriebe, Sensoren und Geräte mit Daten, Signalen und Leistung versorgt werden müssen. In der Verkehrstechnik könnten das z.B. die Versorgung von Türantrieben und Einstiegssystemen, von Beleuchtungen, Scheinwerfern, Lautsprechern, Bildschirmen, Anzeigetafeln, Warn- und Alarmleuchten, Druckknöpfen, Wischern oder Signaltongebern sein.

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