Viel Leistung für kompakte Geräte mit M12 Power in K-Kodierung

Im Bereich der Rundsteckverbinder ist der M12 der prominenteste Vertreter und lange bekannt als Schnittstelle für Daten und Signale. Um zukünftig im bekannten und kompakten Maß auch eine Schnittstelle für energieintensive Applikationen zu bieten, gibt es den M12 nun auch in der nach IEC 61076-2-111 genormten K-Kodierung. Über vier Powerkontakte und einen PE können sicher 7kW bei 630V und 16A übertragen werden. Eine Menge Leistung in einer wirklich kompakten Schnittstelle.

Der Schritt zur Entwicklung der K-Kodierung war notwendig, denn die stetige Miniaturisierung ganzer Geräte betrifft neben der Daten- und Netzwerktechnik auch immer stärker die notwendige Antriebstechnik. Hier gilt das gleiche Prinzip wie in der Datenübertragung. Komponenten sollen kleiner, leichter und gleichzeitig leistungsfähiger werden. Im Bereich der international weit verbreiteten Rundsteckverbinder wurden Spannungsversorgungen bisher über M12 A-Kodierungen übertragen, die aber schnell an ihre Leistungsgrenzen stoßen.

M12 Buchsen Vergleich K-Kodierung L-Kodierung Steckgesicht

Für elektrische Antriebe mit hoher Leistungsaufnahme war die 7/8“ Lösung bisheriger Standard. Mit M12 in K-Kodierung wird nun die Lücke von L-Kodierung im Niederspannungsbereich zur großen 7/8“ Schnittstelle geschlossen. Dabei reicht die K-Kodierung mit der Übertragung von 7 kW auch langsam an die Grenzen des technisch Machbaren.

Im Bereich der PNO gibt es für die Versorgung im Niederspannungsbereich den L-kodierten M12. Mit Spannungen von 63V bei 16 A ist der L-kodierte M12 die genormte Lösung für I/O Boxen in Profinetumgebung. Diese kommen bevorzugt im Bereich der Automobilproduktion zum Einsatz. Sollen aber Antriebe mit höherer Leistungsaufnahme über eine platzsparende Schnittstelle versorgt werden, reichten die Eckdaten der L-Kodierung nicht aus und werden durch die K-Kodierung erweitert. Mit der K-Kodierung kann nun planerisch und technisch der letzte schwarze Fleck auf der Landkarte der Energieversorgung im Bereich M12 gestrichen werden. Mit 630V bei 16A AC stehen etwa 7kW und damit mehr als genügend Leistung zur Verfügung. 

Bei Leistungsdaten dieser Größenordnung in einem kompakten M12 Gehäuse musste besonderes Augenmerk auf Luft- und Kriechstrecken gelegt werden sowie auf ausreichenden Schutz der Anwender. Dies geschieht durch einen direkt am Gehäuse angebrachten PE Kontakt, der im Steckgesicht als Voreiler ausgelegt ist, um etwaige Spannungen abzuführen und im Zweifelsfall einen Überschlag auf das Gehäuse oder von Kontakten untereinander abzuleiten.

Die K-kodierte Leiterplatten-Buchse verfügt zur Einhaltung von Luft- und Kriechstrecken einen Isolatorstern.

Bedingt durch die hohen Leistungsdaten musste die Leiterplattenbuchse kontaktseitig gegen Spannungsüberschläge geschützt werden. Dazu sind alle Einlötpfosten gegenseitig durch einen Isolierkörper-Stern voneinander getrennt, der beim Leiterplattendesign bedacht werden muss. Kabelseitig wird es die K-Kodierung nur als Crimpversion geben. Als Verriegelung wird es die bekannte und M12 typische Verschraubung geben, aber auch die neue PushPull Verriegelung, die schnell und mit einer akustischen Rückmeldung verriegelt.